Befüllung und Entnahme

 

1.  Grundsätzliche Konstruktion

Jedes Schüttgut hat seine eigene Herausforderung:

Es geht immer darum, die bestmögliche Form der Befüllung und Entleerung zu finden. Maßgeblicher Faktor sind Schüttgutart, Granulometrie, Dichten und Förderart.

 

2.  Befüllung

Silos werden meist pneumatisch befüllt. Aber es sind auch andere Formen möglich, die bei der Konstruktion berücksichtigt werden müssen. So ist die Wandung bei einseitiger Beladung mittels eines Laders oder Hubschraubers anders auszubilden, als die zentrische Befüllung mit einem Rohr. Hinzukommt, dass ggf. Entlüftung oder Filter eingesetzt werden müssen. Auch da haben wir die passenden Lösungen.

 

3.  Silokonstruktion

Für die Lagerung des Schüttgutes, Pulvers oder Granulats im Silo, sind weitere Überlegung notwendig. Wie lagert sich das Material ein? Wie verteilt es sich bei der Einlagerung oder wie stark kann es nachverdichten? Welche Gefahren bestehen und welche Anforderungen sind zu erfüllen? Und dann geht es schon um das Ausbringen des Materials. So beeinflussen die Fließeigenschaften in Verbindung mit der Silogeometrie entscheidend, ob sich Kern- oder Massenfluss bei der Entnahme einstellt.

Ein Grundsatz ist: Es soll soweit als möglich eine Schwerkraftentnahme ermöglicht werden.

Da beginnt die Aufgabe unserer Spezialisten, da durch Materialauswahl und Konstruktion die Wandreibung reduziert werden kann und das Material sicher ausläuft.

Das sind Aufgaben, die wir ernst nehmen und gemeinsam mit Ihnen, anhand der Kennwerte des Materials und unter Berücksichtigung Ihrer und unserer Erfahrungen die Konstruktionsdetails festlegen.

 

4.  Entmischung

Beim Befüllen und Entnehmen kann sich das Füllgut, vor allem inhomogenes Schüttgut, verändern. Das führt dann zu unerwünschten Schwankungen in der Produktion.

Genau da hilft die langjährige Erfahrung unserer Spezialisten, für exakt die Einbauten und Entnahmen zu sorgen, dass das gelagerte Gut homogen bleibt. Es beginnt bei der Befüllung und hört mit der Austragung nicht auf.

 

5.  Entnahmesysteme

Sehr oft haben wir Silos gebaut und an kundeneigene Entnahmen angepasst. Seit 2013 sind wir dann einen anderen/weiteren Weg gegangen und haben aus unserer Entwicklung heraus entsprechende Entnahmen vorgeschlagen und erfolgreich eingebaut. Da wir uns das gelagerte Schüttgut genau ansehen und im werkseigenen Technikum von erfahrenen Schüttgutspezialisten begutachten, können wir Ihnen die individuelle Lösung anbieten. Neben den eigenen Möglichkeiten, arbeiten wir mit renommierten Instituten und Labors zusammen.

Einige Beispiele:

- EPS-Granulat mit einer oder zwei Saugleitungen und integrierter Spülung, um so Wartung und Unterhalt zu reduzieren

- Entnahmesystem mit integrierter Feinstoffabscheidung, um den weiteren Materialfluss und die Weiterverarbeitung zu verbessern

- Übergabe für körnige Materialien und pelletierte Schüttgüter mit regelbarer pneumatischer Förderung

 

6.  Austragungsunterstützung

Wenn die Entnahme nicht mittels Schwerkraft gesichert werden kann, bieten wir entsprechende Austragunterstützungen an.

Nachfolgend eine Auswahl:

- Es wird über einen Spezialeinbau im Silokonus oder im Siloboden gezielt Luft eingebracht und so, meist pulverförmige Stoffe, fließfähig gemacht oder fluidisiert. Praktisch ausgedrückt: Mehl wird zu Wasser

- Eine andere Methode ist die Bewegung im Silokonus durch mehrere eingebaute Kissen, womit der gesamte Konus bewegt wird um Brückenbildung zu vermeiden.

- Punktuelle Veränderung der Wand, um Brückenbildung abzubauen.

- Entnahme durch gezielt eingeleitete Schwingungen oder Vibration ist eine weitere Option

- Impulsartige Stöße durch mechanische oder pneumatische Einrichtungen

- „Rührwerke“ oder mechanische Verteileinrichtungen

 

Unser Standard

- Zuverlässige Befüllung und Entnahme

- Zuverlässige Austragung

- Nachträgliche Einbauten für vorhandene Anlagen

- Geringer Aufwand an Pflege und Wartung

- Nutzung von vorhandenen Energien (Druckluft, Elektrik, Hydraulik)

- Auf Wunsch autonome oder integrierte Steuerung